Presse
24. September 2022 – «Mit Bildung hatte das nichts zu tun»
Zum Internationalen Tag der Gebärdensprache sprechen Doris Hermann und Christa Notter mit den Schaffhauser Nachrichten über ihre Schulzeit, in der Gebärden verboten waren, und über ihre Ausbildungswege. Sie fordern, dass die Gebärdensprache als vollwertige Sprache anerkannt wird, und zeigen Lücken bei Frühförderung, Gesundheitswesen und Wohnen im Alter auf.
14. Oktober 2021 – «Ein wichtiges Zeichen war die Entschuldigung»
Die Historikerin Sonja Matter ordnet in der WOZ die offizielle Entschuldigung der Deutschschweizer Gehörlosenschulen für die jahrzehntelange Unterdrückung der Gebärdensprache ein. Sie erklärt die Folgen des Mailänder Kongresses von 1880, die Zwangsmassnahmen in den «Taubstummenanstalten» und die Emanzipationsbewegung der Gehörlosen. Auch die Aktivistin Patty Hermann-Shores kommt darin zu Wort.
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13. August 2020 – «Wir möchten dazugehören und nicht um das betteln müssen, was uns zusteht»
Ein Jahr nach der Behördensensibilisierungstour ziehen Doris Hermann und GGS-Präsidentin Manuela Tomasevic eine ernüchternde Bilanz. Zwar bietet das Museum zu Allerheiligen verdolmetschte Führungen an und die Spitäler Schaffhausen starten ein Pilotprojekt, die meisten Institutionen zeigten jedoch keine Gesprächsbereitschaft. Offen bleibt vor allem die Situation gehörloser Menschen in Altersheimen und Pflegediensten.
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22. November 2019 – «Wortlos, aber nicht sprachlos»
Zum 25-Jahr-Jubiläum der GGS lädt der Kantonsratspräsident die Mitglieder ein und lässt die Ratsdebatte erstmals in Gebärdensprache übersetzen. Die Schaffhauser AZ zeigt, wie politisch interessiert Gehörlose sind, und wie sehr sie durch fehlende Übersetzungsangebote an der Mitwirkung gehindert werden. Christa Notter bringt es auf den Punkt: «Wir sind nicht behindert, wir werden behindert.»
9. Juli 2019 – «Gehörlose klären auf»
Die GGS geht auf eigene Kosten auf Behördensensibilisierungstour. Der Schaffhauser Bock begleitet Doris Hermann ins Museum zu Allerheiligen, wo sie mit der Kulturvermittlerin Maya Demmerle über verdolmetschte Führungen und barrierefreien Zugang spricht. Die meisten angeschriebenen Institutionen haben bisher allerdings nicht reagiert.
April 2019 – «Die unsichtbare Behinderung»
Nach 14 Jahren im Vorstand der GGS blickt Pfarrer Daniel Müller im Kirchenboten auf seine Zeit als Seelsorger der Gehörlosen zurück. Er erzählt von gemeinsamen Gottesdiensten mit Gebärdensprachdolmetschern, bei denen Gehörlose die Musik über Vibrationen spüren, und von der Frustration, im Alltag nicht verstanden zu werden.
19. Februar 2019 – «Unsichtbare Behinderung»
Manuela Tomasevic und Doris Hermann von der Gesellschaft der Gehörlosen Schaffhausen (GGS) berichten im Schaffhauser Bock, wie wenig sich seit der Ratifizierung der UNO-Behindertenrechtskonvention im Alltag verändert hat. Sie nennen fehlende Untertitel im Kino, Notrufknöpfe ohne Videokamera und Lücken im Gesundheitswesen. Zudem kündigen sie eine Sensibilisierungstour bei den Schaffhauser Behörden an.
15. Februar 2018: Wir werden immer vergessen.
Die gehörlose Patty Shores warnt im Interview mit der Schaffhauser AZ vor der «No Billag»-Initiative: Ohne Untertitel und Gebärdensprachdolmetscher im Fernsehen würden Gehörlose den Zugang zu Informationen verlieren. Sie zeigt auf, dass sich die Lage auf nationaler Ebene verbessert hat, Schaffhausen aber «noch 30 Jahre zurück» ist, etwa beim Lokalfernsehen oder beim Sirenenalarm.
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